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Um 1850 wurde in Paris von H.E.Klose gemeinsam mit L.A. Buffet das französische Boehm-System der Querflöte auf die Klarinette übertragen; seitdem werden vorallem in Frankreich, England und in den USA Boehm-Klarinetten gespielt. Das in Deutschland weit verbreitete deutsche System ist auf den Berliner Klarinettenbauer Oskar Oehler zurückzuführen.
Abgesehen vom Aufbau der Mechanik ist der wesentliche Unterschied zwischen Boehm- und deutschem System die Griffweise folgender Töne:
kleines b/ h; f/fis der ein- und zweigestrichenen Oktave; c / cis, d, fis, g / gis, b / h der dreigestrichenen Oktave; c4.
Die Klarinette, die als Chalumeau bereits bei Telemann und Vivaldi Anwendung fand, und bei W.A.Mozart noch eine Besonderheit darstellte, galt spätestens seit Beethoven als charakteristisches Instrument innerhalb des Orchesters, und übernahm dort mehr und mehr auch solistische Funktion. Neben der Klassik hat sich die Klarinette auch im Jazz, in der Weltmusik und der Tanz- und Unterhaltungsmusik behauptet.
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